DIE ROUTE GESCHICKT ZUSAMMENSTELLEN

#Organisation #Gruppenleitung #Teilnehmende

 

Von Flensburg nach Konstanz, nach Bielefeld und dann nach Kiel – das muss nicht sein.




DIE HERAUSFORDERUNG

Eine gute Routenplanung ist existenziell für eine gelingende Lernreise, denn von ihr ist eure Tagesstruktur auf der Reise wesentlich abhängig. Im Idealfall schafft ihr es zum einen, alle Schulbesuche so zu legen, dass ihr dazwischen genug Zeit für Reflexionen, Mahlzeiten und Freizeitblöcke habt. Zum anderen schafft ihr es, eure Route so zu planen, dass ihr nicht durch die ganze Republik fahrt und viel Zeit in Autos verbringen müsst (Auch wenn Autofahrten zweifellos eine gute Möglichkeit darstellen, um nochmal in einer kleinen Gruppe über den letzten Schulbesuch zu sprechen). Damit eure Routenplanung erfolgreich verläuft, findet ihr im Folgenden eine Liste von Aspekten, die es zu beachten gilt, und einige praktische Hinweise und Lösungsvorschläge.

 

DIE EINFLUSSFAKTOREN – ODER WAS ES ZU BEACHTEN GILT

Es ist klar: Die Reiseroute wird ganz wesentlich von euren Schulbesuchszeiten und -orten bestimmt. Weitere Einflussfaktoren sind die Unterkunft, die Reflexionszeiten, Mahlzeiten und euer Freizeitbedarf.

 

Die Schulen

Es besteht kein Zweifel, dass die Schulen die Eckpfeiler eurer Route darstellen, um die herum alles Weitere geplant wird. Damit die Route nicht von Flensburg nach München und dann zurück nach Hamburg verläuft, lohnt es sich bereits beim Schulkontakt die Route und die damit verbundenen Fahrtzeiten im Hinterkopf zu haben. Kontaktiert also nicht alle Schulen gleichzeitig, sondern nacheinander. So könnt ihr Eckpfeiler, die neu hinzukommen, an den bereits bestehenden Pfeilern ausrichten. Beharrt außerdem nicht zu strikt auf einer Schule. Häufig gibt es inhaltlich ähnlich interessante Schulen auch noch anderswo. Beispielhaft gesprochen: Wenn ihr für Montag einen Termin in Rostock und am Mittwoch einen in Kiel habt, dann beharrt für den Freitag nicht auf den Schulbesuch in München bei der Schule mit dem interessanten Inklusionsansatz, sondern schaut, welche Schulen vielleicht in Hamburg zu dieser Thematik interessant für euch sind. Es hat sich gezeigt, dass weniger Fahrtzeiten zu entspannteren Tagen führen und das ist für das Wohlbefinden und das Stresslevel der Gruppe sprichwörtliches Gold wert.

 

Beachtet bei dem Schulkontakt (Link zum Artikel Schulkontakt) und bei der Routenplanung, dass die Schulen die wichtigste Ressource für das Gesamtprojekt Prinzip Lernreise darstellen. Wir möchten euch daher bitten, nicht eure eigenen  Wünsche über die der Schulen zu stellen und nicht um jedes Detail, das von eurer Wunschvorstellung abweicht, zu feilschen. Besucht lieber an zwei Tagen hintereinander zwei verschiedene Schulen und reflektiert die Besuche am dritten Tag gemeinsam, als dass ihr der Schule einen Besuchstermin aufdrängt, der der Schule eigentlich nicht so gut passt. Natürlich gibt es Verhandlungsspielraum und natürlich sollen auch eure Bedürfnisse bei der Terminfindung beachtet werden. Wir möchten hiermit lediglich dafür sensibilisieren, dass es für das Gesamtprojekt schädlich ist, wenn die Schulen von Einzelgruppen oder -personen genervt sind. Um die Fahrtzeiten zwischen den Schulbesuchen gering zu halten, kann es helfen, sich bereits bei der Schulauswahl regional einzugrenzen. So könnt ihr beispielsweise eine Lernreise durch Nord-Ost-Deutschland machen oder eine durch Süd-West-Deutschland usw. Die Erfahrungen von vorangegangen Lernreisegruppen haben gezeigt, dass sich auch in drei bis vier Bundesländern genügend verschiedene und interessante Schulen finden lassen. So spart ihr Sprit, Geld, Zeit und Nerven.

 

Die Unterkünfte

Neben grundlegenden Tipps zur Unterkunft (LINK) solltet ihr bei der Routenplanung beachten, wo ihr leicht oder zumindest leichter an eine geeignete Unterkunft kommt. Beachtet dabei, in welchen Regionen ihr Netzwerke habt, auf die ihr zurückgreifen könnt und die sowohl bereit als auch in der Lage sind, euch zu unterstützen. Erfahrungsgemäß ist die Suche nach Unterkünften in (Uni-)Städten einfacher als in ländlichen Gegenden.

 

Die Reflexionen

Plant eure Route so, dass ihr genug Zeit für ausführliche Reflexionen der Schulbesuche habt und sprecht mit den Unterkünften oder mit den Schulen ab, ob ihr dort Räume für eure Reflexionssitzung nutzen könnt. Wenig ist nerviger als eine Reflexion, die unter massivem Zeitdruck und in einem zu kleinen Raum stattfindet.

 

Die Mahlzeiten

Mahlzeiten sind wichtig. Für das Wohlbefinden, für die Motivation, für eure Produktivität, für die Stimmung. Plant hier genug Zeit ein und überlegt euch vorher, wieviel Zeit ihr für den Einkauf und für die Zubereitung benötigt. Sprecht euch mit den Menschen ab, die für die Planung der Mahlzeiten zuständig sind. Die Zeit für die Mahlzeiten als Pufferzeit für die Reisestrecken einzuplanen, nur weil den Planenden ein Käsebrot am Abend reicht, ist vielleicht nicht die beste Idee, wenn man nicht weiß, ob die anderen Menschen auf jeden Fall eine warme Mahlzeit am Abend brauchen.

 

Euer Freizeitbedarf

Freizeit ist ein Aspekt, der das Wohlbefinden und damit auch die Produktivität und die Zusammenarbeit auf der Reise wesentlich mit beeinflusst. Auch hier wieder: Sprecht vorher darüber und versucht, auch konkurrierende Bedürfnisse in eurer Planung zu berücksichtigen. Mindestens am Wochenende sollte es einen Pausentag geben, der wirklich nur Pausentag und nicht auch Fahrtag ist (LINK zu “Halbzeit - Mach mal Pause”). Aber auch kürzere Pausen sind gern gesehene Momente, die der persönlichen Entspannung, dem informellen Austausch, dem weiteren Kennenlernen oder dem Ordnen von Gedanken und Erfahrungen dienen.

 

 

EINIGE TIPPS ZUR FORTBEWEGUNG

 

Wir haben festgestellt, dass sich die Fahrten zwischen den Schulen bzw. Unterkünften besonders gut in kleinen Gruppen, die einigermaßen unabhängig voneinander in Autos unterwegs sind, machen lassen. Nicht nur, dass sich hier oft intensive Reflexionsgespräche entwickeln, auch ist man, was Unterkünfte und Einkäufe angeht, in dieser Konstellation besonders flexibel.

 

Falls ihr private Autos nutzt, können wir euch den Tipp mitgeben, dass es in den meisten Fällen recht unbürokratisch und oft sogar kostenfrei ist, die Versicherung anzupassen. So dürfen dann auch andere mal fahren. Außerdem haben oft die Unis selbst oder der AStA eigene Kleinbusse oder Autos, die umsonst oder kostengünstig gemietet werden können. Einfach mal nach dem Fuhrpark eurer Universität erkundigen. Oft muss hier nur der Sprit sowie evtl. Parkgebühren (und Strafzettel) bezahlt werden.

 

 

EIN TYPISCHER REISEVERLAUF

Und so könnte ein typischer Reiseverlauf aussehen. Tipp: Visualisiert euren Reiseverlauf und eure Route für alle!

 



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