IDEEN ZUR INHALTLICHEN DURCHFÜHRUNG EINES NACHBEREITUNGSSEMINARS

#Reflexion #Gruppenleitung

 

 



EIN NACHBEREITUNGSSEMINAR KANN...

 

...Möglichkeiten zur Reflexion schaffen

Nach der Lernreise ist der Kopf voller neuer Eindrücke, Fragen und Gedanken. Diese könnt ihr -  mit etwas zeitlichem Abstand, um das Ganze etwas sacken zu lassen - auf dem Nachbereitungsseminar mit geeigneten Methoden reflektieren. Wie und was genau reflektiert wird, richtet sich dabei nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden, denn für sie ist diese Reflexion. Manchmal braucht jemand eine stille, persönliche Reflexion wofür jemand anderem wiederum der Austausch mit anderen Gruppenmitgliedern am gewinnbringendsten ist. Es ist also sinnvoll, verschiedene Methoden anzubieten und die ganze Planung der Nachbereitung auch explizit als Angebot an die Teilnehmenden zu benennen. Wenn sich jemand aus einem Programmpunkt rauszieht, weil diese Person gerade lieber allein reflektieren möchte, dann ist das in diesem Moment auch genau das Richtige. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass nicht nur eine Reflexion der Lernreise an sich, sondern gerade ein Rückblick auf die verschiedenen Phasen vom Prinzip Lernreise (Vorbereitung, Reise, nach der Reise) und des gesamten Projekts viele neue Erkenntnisse hervorbringen können. Auch ein Ausblick ist an dieser Stelle möglich: “Was nehme ich generell mit vom Prinzip Lernreise?” oder “Was bringt mir das für die Zukunft?”.

 

...Themen und Inhalte aus den Vorbereitungssitzungen und der Reise aufgreifen und vertiefen

Themen und Inhalte, die in den Vorbereitungssitzungen behandelt wurden und auf der Reise beobachtet oder neu aufgeworfen wurden, können in der Nachbereitung noch einmal thematisiert werden. Fragen, die hierbei interessant sein können, sind zum Beispiel: “Wie hat sich mein Blick auf Thema XY im Laufe der Zeit verändert?”, “Wie sehen andere Menschen das Thema XY nach der Lernreise?”, “Welche offenen Fragen bleiben mir noch im Kopf?”, etc.

Für die Vorbereitung der Nachbereitung kann es helfen, die Teilnehmenden vorab nach für sie besonders wichtigen oder diskutierenswerten Themen zu fragen. Dies gibt euch eine Orientierung, wie die Interessenslage der Teilnehmenden ist und ihr könnt eure Planung danach richten. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass häufig wichtige Fragen oder Themen erst auf dem Nachbereitungswochenende/Nachbereitungstag durch die Reflexion und den Erfahrungsaustausch aufkommen. Um diese aufzufangen, eignet sich das Format Open Space (siehe 2. Methoden).

 

...ein Zeitpunkt sein, an dem Feedback zum Projekt eingeholt wird

Das Nachbereitungsseminar ist die letzte Phase des Prinzip Lernreise, also ein guter Zeitpunkt, um das erlebte zu reflektieren und im Anschluss zu feedbacken. Das kann helfen, das Format weiterzuentwickeln und immer schöner zu machen.

 

...einen Raum für den Abschied von der Gruppe bieten

Während der Lernreise wachst ihr als Gruppe zusammen und oft entwickeln sich freundschaftliche Dynamiken. Es kann schön sein, das während der Nachbereitung noch einmal aufleben zu lassen, es sollte aber auch Möglichkeiten dafür geben, dass sich die Gruppenmitglieder voneinander verabschieden können. Unterstützt werden kann dies durch verschiedene Methoden wie “Warmer Rücken”, “Mein letzter Satz an die Gruppe”, “Erzählter Rückblick”, “Briefkastenfeedback”, ...

 

...ein Ort sein, an dem Kreidestaub größer wird

Wer an einer Lernreise teilgenommen hat, ist ein Teil von Kreidestaub bzw. kann ein Teil von Kreidestaub werden und somit ein Netzwerk bereichern, in dem sich deutschlandweit viele andere Menschen für Bildung und Schule begeistern und engagieren. In Berlin und Potsdam nennen wir diesen Ausblick “Kreidestaubinitiation”. Hier werden die Telegrammgruppe “Telestaub” und der Emailnewsletter “Der Flieger” sowie andere Kreidestaubprojekte und die Vereinsstrukturen vorgestellt. Außerdem gibt es Raum zur Vernetzung und, um neue Projektideen zu spinnen. Falls euer Standort noch neu und im Aufbau ist, könntet ihr vielleicht auch hier über Verstetigungsstrategien an eurer Universität oder das Finden neuer Gruppenleitungen für das kommende Semester nachdenken.

 

METHODENVORSCHLÄGE

 

Je nachdem, ob ihr für euch als Gruppe eine Nachbereitung macht oder euch mit anderen Gruppen vernetzt, ob ihr einen Tag oder ein ganzes Wochenende reflektiert - eure Nachbereitung muss für eure Bedürfnisse passen und kann deshalb ganz unterschiedlich aussehen. Im Folgenden wollen wir ein paar Reflexionsmethoden und Methoden zur inhaltlichen Auseinandersetzung  teilen, die auf den Nachbereitungswochenenden in Berlin und Potsdam angewandt wurden. Detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Methoden findet ihr hier (Link zu Methodenanhängen). Wenn ihr Nachfragen zu einzelnen Methoden habt oder unsere Erfahrungen dazu hören möchtet, könnt ihr euch gerne per Mail an den Kreis Nachbereitung wenden: nachbereitung@kreidestaub.net

 

Methoden zur Reflexion:

  • Reflexionsspaziergang
  • Open Space
  • Brief an mich selbst

Methoden zur inhaltlichen Auseinandersetzung:

  • Open Space
  • “Themenkomplexe Schule”
  • Talkrunde
  • Stilles Schreibgespräch

Methoden zum Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Gruppen:

  • Open Space
  • Gallery Walk (Flipchartpräsentation, Rollenspiel, Interviewausschnitte zeigen etc.)
  • Highlightpräsentation der Gruppen

Zum festhalten von Ergebnissen:

  • NaBeBüchlein
  • NaBeWand

 



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