JA, ALLES SCHÖN UND GUT, ABER ...

DIE IDEE VERSTEHEN & EINEN ANFANG FINDEN

 

Du hast eine grobe Vorstellung davon, was es mit einer Lernreise auf sich hat. Gleichzeitig schwirren in deinem Kopf Gedanken, die alle anfangen mit "Ja das klingt schon spannend, aber..."?

 

Wir glauben, viele "ja, aber … !"-Zweifel können wir auflösen und dich ermutigen, es doch mal zu probieren mit so einer Lernreise. (Und unter uns: wir sind halt auch wirklich wirklich überzeugt, dass das eine Erfahrung ist, die dich für deinen beruflichen Alltag in Schule wunderbar wappnen wird mit Ideen, Methoden, Ansprüchen, Geschichten, "ich-weiß-dass-es-geht"-Beweisen und Erfolgserlebnissen im Rücken.)

 

Unsere Reaktion auf die häufigsten "ja, aber … !" haben wir hier gesammelt. Danach schwirren deine Gedanken noch immer? Nimm gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf deine Zweifel!



… KOSTET DAS NICHT TOTAL VIEL GELD?

 

Alle bisherigen Lernreisen konnten unter 10 €/Person/Tag Eigenanteil realisiert werden - meist jedoch viel günstiger (0 € - 7 €). Abhängig davon welchen Anspruch ihr an Unterkünfte, Essen oder Transportmittel habt, welche kreativen Lösungen ihr für Materialien findet und wie viel Geld ihr über Fundraising auftreiben könnt, kann es sogar sein, dass ihr wie die kreidestaub-Gruppe vom März 2015 (www.startnext.com/lernreise2015) am Ende sogar Geld für weitere Projekte übrig habt.

 

10 €/Person/Tag Eigenanteil. Das ist günstiger als die reinen Übernachtungskosten in der durchschnittlichen Jugendherberge! Und bisherige Gruppen haben sogar noch folgende Dinge mit unterbringen können:

  • Schlafplätze
  • Sprit
  • Transportmittel
  • Zugtickets
  • zweite Speicherkarte für die Videokamera
  • Postkarten für die Schulen
  • tägliches Frühstück + eine gemeinsame warme Mahlzeit
  • Theaterbesuch am Wochenende 

… ICH HAB IN DEN SEMESTERFERIEN SCHON PRAKTIKUM!

 

Teilnehmende vergangener Reisen konnten sich ihre Lernreise teilweise oder ganz als Praktikum in ihrem Lehramtsstudium anrechnen lassen. Für wen das nicht geklappt hat, gab es häufig die Möglichkeit, das Praktikum nach vorne oder hinten zu verschieben und zum Beispiel schon zum Ende des Semester einige Hospitationsstunden zu absolvieren. Ansonsten gibt's auch immer den Weg, das Praktikum nicht dann zu machen, wann es im Studiumsverlauf vorgesehen ist. Wenn du dir unsicher bist, sprich am besten mal mit der verantwortlichen Person in deinem Praktikumsbüro.

 

… HOSPITIEREN IST LANGWEILIG UND BRINGT GAR NICHTS.

 

Es stimmt: Im Praktikum sind Unterrichtshospitationen manchmal wirklich langweilig und wenig hilfreich. Auch für die Lernreise kann dir niemand garantieren, dass du ausschließlich inspirierende Pädagog*innen in Bestform antriffst. Das ist aber nicht schlimm. Auch an den besten Schulen gibt es Langeweile. Dein Einblick ist kurz und vielleicht trifft gerade dich einer dieser Momente.

 

Dennoch: Auf unseren Lernreisen haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Unterrichtsalltag sehr unterschiedlich organisiert sein kann. Mitunter haben wir erst auf den zweiten oder dritten Blick verstanden, was gerade vor sich ging. Unser Begriff von "Unterricht" hat sich dadurch verändert bzw. erweitert. So eine Verwirrung selbst zu erleben und im Anschluss mit der Schulleitung ausführlich zu besprechen, hat uns entscheidend voran gebracht.

 

Wenn man nach der "guten Schule" sucht, dann sind neben "Unterricht" noch viele andere Aspekte interessant. Gespräche mit der Schulleitung, Interviews mit den Schüler*innen, Vorpremieren von Theaterprojekten oder Mitanpacken im schuleigenen Garten. Wir haben schon alles erlebt! Je nach Selbstverständnis der Schule findet ihr euch entweder in der Rolle eines Schülers, stummen Beobachters oder auch unterstützendem Lehrers wieder.

 

… IST DAS NICHT TOTAL VIEL AUFWAND?

 

Der Aufwand richtet sich ganz nach den Wünschen der Gruppe und du selbst kannst sogar unabhängig davon entscheiden, wie viel du dich einbringen möchtest. In der Regel liegt der Aufwand natürlich über dem einer regulären UniVeranstaltung, aber die anfallenden Aufgaben sind tendentiell abwechslungsreicher und deinen Fähigkeiten angepasst. Natürlich existiert auch dieses ganze Webtutorial hier vor allem um den Aufwand zukünftiger Gruppen zu minimieren, weil sie auf den Erfahrungen anderer aufbauen können. Rad neu erfinden ist also nicht nötig. Außer du möchtest das. Dann gerne!

 

 

… ALS OB MAN AN EINEM TAG ÜBERHAUPT GENUG VON EINER SCHULE SIEHT!

 

Wir versprechen dir: Du wirst an mindestens einer der Schulen erleben, dass Schule schön und trotzdem erfolgreich sein kann. Dass sie ein Arbeitsplatz sein kann, zu dem alle Beteiligten gerne gehen, an dem Lehrkräfte Wertschätzung erfahren und professionell zusammenarbeiten. An der Inklusion gelingt und individuelle Förderung gelebt wird. An der Eltern und Lehrkräfte konstruktiv an einem Strang ziehen. Eine Schule, die innovative, zeitgemäße Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen findet, trotz begrenzter Mittel.

 

Du hast es gesehen. Du warst da. Es ist keine Legende. Es geht. Auch in staatlichen Schulen. In Deutschland!

 

Auch wenn du natürlich eine Schule an nur einem Tag niemals in Gänze verstehen kannst, diese Erfahrung kann dir niemand nehmen. Du wirst Ideen bekommen, Visionen spinnen und realistische Ansatzpunkte für Schulentwicklung kennenlernen. Das wird dir Motivation und Kraft geben für deinen späteren Beruf in und um Schule.

 

Außerdem

 

Wenn du nach einem Besuch einer Schule auf der Lernreise neugierig auf mehr bist, sind eine Reihe verschiedener Anknüpfung denkbar: Praktikum (egal ob einmal die Woche oder 3 Wochen jeden Tag), Refendariat oder Aushilfe bei Projekten. 

20 Augen sehen mehr als 2. Du und deine Gruppe, ihr werdet Gespräche mit Schulleitung, Lehrkräften, Schülern, Hausmeistern führen können. Gleichzeitig bekommt ihr Einblicke in mindestens 3 verschiedene Unterrichtseinheiten. Oft ergeben sich auch spontan einzigartige Einblicke, wie in die Generalprobe des Theaterprojekts des kompletten 9. Jahrgangs der Anne-Frank-Schule in Bargteheide (Deutscher Schulpreis 2013).

… DAS SIND DOCH ALLES PRIVATSCHULEN, DIE ELITEN FÖRDERN!

Die ambivalenten gesellschaftlichen Effekte von Privatschulen sind sicherlich nicht unproblematisch und müssen diskutiert werden.

Tatsächlich waren aber die meisten Schulen, die wir besucht haben staatlich. Sie hatten die gleichen Personal- und Budgetzuweisungen wie jede andere Schule. Auch "normale" Schulen haben mehr Handlungsspielräume, als sie wahrhaben wollen.

Schau dir beispielsweise die Liste der Preisträgerinnen des Deutschen Schulpreises an: Privatschulen sind Ausnahmen.


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